Wenn Sie in einer akuten Notlage sind: Rufen Sie Hilfe über die

Notrufnummer 112

Sie haben etwas erlebt, das Sie nicht mehr loslässt...

Sie haben etwas erlebt, das nicht alltäglich war, das Sie aus der Bahn geworfen hat, das Ihren Altag nachhaltig verändert hat.

 

Sie sind Überlebende/er, Angehörige/er, Hinterbliebene/er, Zeuge und/oder Vermissende/er und wollen sich über informieren, wie es jetzt weitergehen kann.

  • Weil die erlebten schrecklichen Bilder oder Situationen immer wieder kommen.
  • Weil das Leben nicht mehr so ist, wie vor dem Ereignis.

Wir können Ihnen einige Hinweise geben und helfen, eine Anlaufstelle zu finden, bei der Sie gut aufgehoben sind.

 

Hier 3 Informationsflyer für Betroffene, die vom Bundesamt für Bevölkerungschutz und Katastrophenhilfe  (BBK) herausgegeben wurden.

Stressflyer allgemein

Stressflyer für Jugendliche

Wenn Kinder betroffen sind

 

Wo bekomme ich Hilfe, wenn mich das Erlebte nicht mehr loslässt?

Ihr erster Ansprechpartner ist immer Ihr Hausarzt / Ihre Hausärztin, die sie schon lange kennen.

Erzählen Sie, was Ihnen passiert ist und was Ihnen zu schaffen macht.

Der Hausarzt / die Hausärztin kann Sie auch weiterverweisen an einen Facharzt.

 

Eine andere Möglichkeit ist die Telefonseelsorge. Sie erreichen sie Tag und Nacht unter den Telefonnummern 0800/1110111  und  0800/1110222.

Auf der Homepage www.telefonseelsorge.de gibt es auch Chatberatung und Mailberatung.

 

In Ihrer Region gibt es Beratungsstellen, die Sie kostenfrei in Anspruch nehmen können.

Sie finden die passende Beratungsstelle am einfachsten im Telefonbuch ihrer Kreisstadt unter dem Stichwort "Beratungsstelle für Lebensfragen".

 

Ein paar Begrifflichkeiten...

Krisen

gehören zum Alltag des Lebens. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, Notfälle können Punkte im Leben sein, die in eine Krise stürzen. Die lateinische Form „crisis“ bezeichnet den „Höhe- und Wendepunkt einer Krankheit“. Wer also eine Krise „meistert“, kann aus ihr gestärkt und gesund wieder herausgehen! Anders gesagt: in jeder Krise steckt die Chance für Wachstum und Neuanfang.

Eine Krise entsteht dann, wenn die Umstände bedrohlich wirken, die Probleme unüberwindlich scheinen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Werte und Zukunftspläne nicht(mehr) greifen. Oft kommen Angst und Hilflosigkeit hinzu. Manchmal müssen in dieser labilen Situation schnell Entscheidungen getroffen werden.

Die PSNV betreut Menschen in dieser sensiblen Phase und gibt Hilfestellung wieder festen Boden unter die Füße und Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit zu bekommen.

Alle Reaktionen, die Sie auf das Erlebte haben, sind erst einmal normale Reaktionen auf ein völlig unnormales und nicht alltägliches Ereignis im Leben.

Deshalb gilt für die PSNV: zulassen, aushalten, mitgehen, stabilisieren und helfen, erste Schritte in eine neue Zukunft zu planen.

Viele Menschen haben festgestellt, dass sich die unangenehmen Gefühle in der Krise nach einiger Zeit wieder normalisieren und ein Leben nach der Krise möglich ist. Meist anders als vorher, neu und mit Zukunft. Dabei gehört die Trauer um etwas Verlorenes natürlich dazu.

 

Trauer

kann sich in ganz unterschiedlicher Intensität über längere Zeit und immer wieder einstellen. Sie ist keine Krankheit sondern Reaktion auf den Verlust von etwas Liebgewonnenen. Es braucht Zeit, den Tod zu begreifen und letztendlich dem Verlorenen einen neuen Platz in „neuen“ Leben zuzuweisen.  

 

Wie wirkt sich ein Trauma aus?

 

In den ersten Stunden und Tagen nach einem schrecklichen Ereinis

können Sie z.B. die folgenden Erfahrungen machen:

- Sie haben das Gefühl, neben sich zu stehen

- Sie haben das Gefühl, Ihnen wird der Boden unter den Füßen weggezogen

- Sie haben ungewohnt viel Angst

- Sie erleben Albträume oder Zwangserinnerungen

- Sie haben Einschlaf- oder Durchschlafstörungen

 

Im Lauf der ersten Wochen verringern sich diese Erfahrungen meistens

- Sie können wieder besser schlafen

- Sie müssen nicht ständig an das schlimme Ereignis denken

- Sie empfinden wieder Freude an schönen Dingen oder Erlebnissen

- Sie haben wieder Appetit

- Sie können wieder Entscheidungen treffen

 

Nach dem ersten Monat sollten die oben genannten Erfahrungen abgeklungen sein.

Falls sich die oben genannten Erfahrungen nicht deutlich gebessert haben, sollten Sie einen Facharzt oder eine Beratungsstelle aufsuchen.

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Notfallseelsorge Bayern