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München, 3. Januar 2006 (ok)
Der Erzbischof von
München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, hat mit Betroffenheit und
Anteilnahme auf das Unglück in Bad Reichenhall reagiert, bei dem gestern
mehrere Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, getötet und viele
verletzt wurden. In Gedanken und im Gebet sei er bei den Verletzten und den
Toten, sagte der Kardinal. „Unsere herzliche Anteilnahme gehört den Familien
der Opfer. Stunden, die von Freude am Sport geprägt waren, endeten in diesem
tragischen Unglück und rissen geliebte Menschen aus dem Leben.“
In einer solchen Situation falle es schwer, Trost zu spenden, sagte der
Kardinal. Letztlich sei es aber der christliche Glaube, dass alle, die Toten
und die Lebenden, in Gottes Hand seien, das einzige, was trösten könne.
Gerade in einem Unglück könne sich zeigen, dass die Gemeinschaft der im
Glauben verbundenen Menschen trägt. Ausdrücklich dankte der Kardinal allen
Rettungskräften, die mit äußerstem Einsatz versuchten hätten, Menschen
lebend zu retten.
Nach Angaben von Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld von der Pfarrei St.
Nikolaus in Bad Reichenhall waren die Notfallseelsorger aus dem Landkreis
bereits gestern Nachmittag am Unglücksort und betreuten während der ganzen
Nacht die Verletzten und die Angehörigen der Opfer. Besonderen Beistand
leisteten die katholischen und evangelischen Seelsorger den Familien, deren
Angehörige noch nicht geborgen werden konnten. Die Zusammenarbeit im
ökumenischen Team der Notfallseelsorge und mit den Kriseninterventionsteams
von Berchtesgaden und der Bergwacht habe sich sehr bewährt. (ua)
von:
http://www.erzbistum-muenchen-und-freising.de/EMF009/EMF000828.asp?NewsID=10561 |